Einbruchschutz Fenster können Sicherheit erhöhen

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Angesichts steigender Einbruchszahlen in Deutschland ist das Sicherheitsbedürfnis massiv angestiegen. Immer mehr Eigenheimbesitzer haben auf Einbruchschutz Fenster umgestellt und siehe da, seit kurzem zeigen die Statistiken in diesem Bereich eine rückläufige Tendenz. Denn spezielle Einbruchschutz Fenster erschweren Einbrechern den Einstieg in fremdes Eigentum, was oftmals dazu führt, dass diese von ihrem Vorhaben ablassen.

Die modernen Einbruchschutz Fenster lassen sich natürlich mit allen anderen heutigen Anforderungen an Fenster vereinen. So kommt der sogar gesetzlich vorgeschriebene Wärmeschutz nicht zu kurz und auch Schall- und Einbruchschutz lassen sich ideal miteinander kombinieren. Entscheidend ist, dass man die Möglichkeiten kennt, mit denen aus einem einfachen Fenster ein Einbruchschutz Fenster wird.

Einbruchschutz Fenster werden in Widerstandsklassen eingeteilt

Widerstand
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Die Einbruchschutz Fenster werden grundsätzlich in Widerstandsklassen (WK) bzw. heute in Resistance Classes (RC) eingeteilt. Die Resistance Classes reichen von RC1N bis RC6. Welche Anforderungen an die einzelnen RC gestellt werden, ist in der DIN EN 1627 eindeutig definiert. Dort wird angegeben über welche Zeitspanne ein Sicherheitsfenster einer bestimmten Resistance Class einer bestimmten Einwirkung standhalten muss. Je höher die RC, desto stärker sind die Dauer und die Belastungen, denen das Fenster standhalten muss.

In Klasse RC1N muss das Fenster lediglich körperlicher Gewalt, wie dem Gegentreten oder –springen, für eine Minute standhalten. In der RC6 sollte es Angriffen mit Elektro-, Säge- und Schlagwerkzeugen mit einem Scheibendurchmesser bis 230 Millimeter bis zu 20 Minuten standhalten. Im privaten Bereich finden vorwiegend die Sicherheitsklassen RC1N bis RC3 Verwendung, höhere Widerstandsklassen sind eher im gewerblichen Bereich angesiedelt.

So wird aus einem Fenster ein Einbruchschutz Fenster

Um aus einem Fenster ein Einbruchschutz Fenster zu machen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Sehr gut bewährt haben sich folgende Maßnahmen:

  • Verwendung von Getriebeanbohrschutz
  • Nutzung von RC-Sicherheitsbeschlägen
  • Einsatz von Secustik-Griffen und Drehsperren

Der Getriebeanbohrschutz beispielsweise verhindert ein Anbohren des Fensters von außen. Mit dem RC-Sicherheitsbeschlag, der manchmal auch als einbruchhemmender Sicherheitsbeschlag bezeichnet wird, lässt sich das Fenster ebenfalls vor Einbrechern schützen. Er ist zusätzlich mit einem Sicherheitsschließstück ausgestattet. Hinzu kommen die bewährten Verriegelungen, die nicht nur aus einfachen Zapfen sondern aus Pilzkopfzapfen bestehen. Sie sorgen dafür, dass sich Schließstück und Pilzkopfzapfen beim Schließen des Fensters fest miteinander verkrallen, so dass ein Aufhebeln deutlich erschwert wird.

Drehsperren lassen sich dagegen abschließen und erhöhen so den Einbruchschutz des Fensters. Auch bei gekipptem Fenster lässt sich ein Öffnen des Fensters so vermeiden. Neben dem reinen Einbruchschutz fürs Fenster sind Drehsperren auch eine gute Kindersicherung, da sie verhindern, dass etwa der Nachwuchs unbemerkt über die Terrassentür in den Garten gelangt oder in den oberen Stockwerken am offenen Fenster spielt.

Nicht zuletzt kann auch eine spezielle Verglasung den Einbruchschutz erhöhen. Das Verbundsicherheitsglas (VSG) beispielsweise verhindert ein allzu einfaches Einschlagen der

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Scheibe. Zwischen den beiden Einzelscheiben wird dafür eine hochelastische reißfeste Folie gespannt. Diese sorgt dafür, dass zwar die äußere Scheibe eingeschlagen werden kann, der Dieb aber nicht nach innen greifen und das Fenster öffnen kann, da die Folie ihm noch im Wege ist. Zwar setzen nur wenige Einbrecher auf das Einschlagen der Fensterscheiben, da dies einfach mit zu viel Lärm verbunden ist und die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich lenken könnte, in einsam gelegenen Häusern scheuen Einbrecher aber auch davor nicht zurück.